Blogbeitrag. zukunftsschneidreei. Birgit Poschacher. Mensch und KI. Merry -der Film als Inspiration und nachdenken und hinterfragen.

Mensch und KI #1 – Warum die wichtigste Frage unserer Zeit nicht die künstliche Intelligenz ist – Juni 2026

2019 entstand ein Satz, der damals zu unserem Claim wurde:

„Mehr als nur Schwarz-Weiß.“

Heute erkenne ich darin eine der wichtigsten Fähigkeiten für die Zeit, in der wir leben.

Denn die Welt verändert sich. Technologien entwickeln sich rasant.

Künstliche Intelligenz hält Einzug in unseren Alltag. Menschen diskutieren über Chancen, Risiken, Kontrolle und Zukunft. Doch je länger ich diesen Wandel beobachte, desto klarer wird für mich:

Die entscheidende Frage ist nicht, was die KI mit uns macht. Die entscheidende Frage ist, was wir mit uns selbst machen.


Vor wenigen Tagen habe ich den Film Mercy gesehen.

Eigentlich eher zufällig. Doch manchmal begegnen uns genau die Impulse, die wir gerade brauchen.

Der Film erzählt oberflächlich betrachtet eine Geschichte über künstliche Intelligenz, Schuld, Verantwortung und Rechtsprechung. Doch für mich lag die eigentliche Botschaft tiefer. Ich saß nicht vor dem Bildschirm und fragte mich:

„Ist KI gefährlich?“ Sondern:

„Warum haben Menschen überhaupt den Wunsch, Verantwortung an Systeme abzugeben?“


Aus psychologischer Sicht suchen Menschen Sicherheit. Unser Gehirn liebt Gewissheit. Es liebt einfache Antworten. Es liebt klare Schuldige. Es liebt Schwarz oder Weiß. Doch das Leben funktioniert selten so.

Je komplexer unsere Welt wird, desto größer wird die Versuchung, Entscheidungen auszulagern. An Experten. An Institutionen. An Algorithmen. An den Partner. An die Freundin oder den Freund. An künstliche Intelligenz.

Doch mit jeder Verantwortung, die wir abgeben, geben wir auch ein Stück Selbstwirksamkeit ab. Und genau hier beginnt die eigentliche Herausforderung unserer Zeit.


Vielleicht ist es nur ein sprachliches Bild. Doch für mich steckt darin eine tiefe Wahrheit. Im Wort Verantwortung steckt die Antwort. Nicht weil das Wort zufällig so aufgebaut ist. Sondern weil es etwas beschreibt.

Solange wir Verantwortung abgeben, warten wir auf Antworten. Wir hoffen, dass jemand anderes sie hat. Ein Experte. Ein Politiker. Ein Therapeut. Eine KI.

Doch in dem Moment, in dem wir Verantwortung übernehmen, beginnt Bewegung.

Wir kommen ins Tun. Wir beobachten. Wir reflektieren. Wir lernen. Und plötzlich entstehen Antworten. Nicht immer sofort. Nicht immer bequem. Aber Schritt für Schritt geht’s Richtung Antwort.


Viele Menschen sprechen von zwei Seiten. Von Licht und Schatten. Von Gut und Böse. Von Richtig und Falsch. Je länger ich Menschen beobachte und auch mich selbst, desto mehr wird mir bewusst, dass das Leben selten so einfach ist.

Für mich gibt es drei Seiten einer Medaille – vor allem seit ich 2025 konkret einen Einblick in das PROFILING bei Suzanne genossen habe, wurde mir vieles blitzartig klar. Die Seiten:

Die helle Seite.

Die dunkle Seite.

Und den Rand.

Der Rand ist jener Ort, an dem wir beginnen, beide Seiten gleichzeitig wahrzunehmen. Ohne die eine zu bekämpfen und die andere zu verherrlichen. Ohne wegzusehen. Ohne uns blenden zu lassen. Dort entsteht Bewusstsein.

Dort entsteht die Fähigkeit, die Welt differenzierter zu betrachten. Denn nicht alles, was dunkel erscheint, ist böse. Und nicht alles, was hell erscheint, dient dem Guten. Die dunkle Seite kennt jedoch die Helle meist in und auswendig, wärend umgekehrt das nicht der Fall ist.

Gerade deshalb ist es so wichtig, hinter die Fassade zu blicken. Nicht nur bei anderen Menschen und Situationen, sondern auch bei uns selbst.


Vielleicht fasziniert und verunsichert uns künstliche Intelligenz genau deshalb so sehr. Denn sie ist letztlich ein Spiegel.

Sie lernt von uns. Von unseren Daten, unseren Entscheidungen, unseren Prioritäten und Denkweisen.

Eine KI verletzt keine andere KI.

Doch sie wird durch uns beeinflusst. Durch das, was wir ihr geben. Durch das, was wir ihr vorleben.

Und damit führt sie uns zu einer unbequemen Wahrheit zurück: Verletzte Menschen verletzen Menschen.

Manchmal bewusst. Oft unbewusst. Nicht weil diese Menschen per se böse sind, sondern weil ungelöste Erfahrungen, Ängste und Verletzungen Auswirkungen haben. Auf Beziehungen. Auf Entscheidungen. Auf Familien. Auf Unternehmen. Auf Gesellschaften.

Vielleicht liegt genau hier eine der größten Chancen dieser Zeit. Nicht nur zu fragen, was KI lernen kann. Sondern was wir über uns selbst lernen dürfen und wie kann uns KI vielleicht sogar dabei eine Unterstützung sein. Nicht die Lösung. Die bliebt weiterhin bei dir oder sollte ich sagen IN DIR?


In den letzten Jahren wurde viel über Heilung gesprochen. Manchmal sogar so viel, dass der Eindruck entsteht, wir müssten irgendwann völlig frei von allen Wunden, Prägungen und Herausforderungen sein.

Doch das Leben funktioniert anders. Eine Narbe ist kein Zeichen dafür, dass Heilung gescheitert ist.

Sie ist ein Zeichen dafür, dass etwas geschehen ist und dass wir dennoch weitergegangen sind.

Unsere inneren Narben erzählen Geschichten. Sie haben uns geprägt, geformt und manchmal auch geschützt. Wahre Heilung bedeutet deshalb nicht immer, dass etwas verschwindet. Manchmal bedeutet sie, dass wir aufhören, gegen das anzukämpfen, was längst Teil unserer Geschichte geworden ist. Denn Ganzheit entsteht nicht durch Perfektion. Sie entsteht durch Annahme, nicht nur durch akzeptieren. (Annahmen findet mit dem Körper statt. Akzeptieren findet nur im Kopf statt)


Wir leben in einer Zeit großer Veränderungen. Technologien entwickeln sich schneller als je zuvor. Gewohnte Sicherheiten geraten ins Wanken und viele Menschen suchen nach Orientierung. Doch Orientierung entsteht nicht dadurch, dass wir immer mehr Informationen sammeln.

Sie entsteht dort, wo wir beginnen, selbst hinzusehen. Wo wir beobachten. Wo wir hinterfragen. Wo wir Verantwortung übernehmen. Denn die Wahrheit kann man nicht finden. Man kann nur aufhören, sie zu übersehen.


Wenn ich auf die letzten 7 Jahre zurückblicke, erscheint vieles plötzlich erstaunlich stimmig.

Mein Satz „Mehr als nur Schwarz-Weiß“ war damals eher eine intuitive Wahrnehmung. Heute verstehe ich, wie viel darin steckt.

Es geht nicht darum, für oder gegen KI zu sein. Nicht für oder gegen Systeme. Nicht für oder gegen Menschen.

Es geht darum, den eigenen Blickwinkel zu erweitern. Zu erkennen, dass die Welt komplexer ist, als viele einfache Antworten vermuten lassen.

Vielleicht ist genau das die Fähigkeit, die wir in Zukunft am meisten brauchen werden.

Nicht mehr Wissen. Nicht mehr Geschwindigkeit. Nicht noch mehr Perfektion. Sondern mehr Bewusstsein. Denn eine künstliche Intelligenz kann vieles lernen. Doch Verantwortung bleibt eine menschliche Entscheidung. Und genau dort beginnt Zukunft.



Persönliche Neuigkeiten

Manchmal braucht es Jahre, bis sichtbar wird, was eigentlich die ganze Zeit entstehen wollte.

Sieben Jahre durfte ich gestalten, lernen, hinterfragen, wieder aufstehen und weitergehen. Es waren Jahre voller Begegnungen. Mit Menschen, die gekommen sind und geblieben sind. Und mit Menschen, die gekommen sind, um wieder zu gehen.

Jahre, in denen sich Ehrlichkeit gezeigt hat. Aber auch Manipulation. Vertrauen. Enttäuschung. Wachstum. Und immer wieder die Einladung, genauer hinzusehen.

Rückblickend war es eine echte Berg- und Talfahrt. Und gleichzeitig die Grundlage für das, was jetzt entstehen darf. Vielleicht musste vieles genau so geschehen, damit die Vision hinter der ZukunftsSchneiderei heute klarer sichtbar werden kann als jemals zuvor.

Deshalb wird es noch 2026 eine persönliche Website für mich geben. www.kommunikation-bewusstsein.at und .com Ein Ort, an dem du meine Arbeit der letzte Jahrzehnte, meine Erfahrungen sowie meine persönliche Sicht auf die Themen Mensch, Bewusstsein und Wandel findest.

Die ZukunftsSchneiderei darf gleichzeitig ihren nächsten Schritt gehen und als eigenes Bewusstseinsfeld auf www.zukunftsschneiderei.at weiterwachsen.

Getragen von einem Manifest, das in den vergangenen Jahren nicht nur geschrieben, sondern gelebt wurde. Dem Bewusstsein, dass Zukunft nicht passiert, sondern von Menschen gestaltet wird.

Dass Gesundheit mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit. Dass Wachstum dort beginnt, wo wir Verantwortung übernehmen. Und dass wir einander brauchen, um neue Wege zu gehen. Ohne Abhängigkeiten aber mit Klarheit. Dort wo Kreativität sich wieder frei entfalten kann.

Denn jeder Mensch steht irgendwann an einem Punkt, an dem er spürt, dass der bisherige Weg nicht mehr ganz passt. Und genau dort braucht es manchmal keine weiteren Informationen. Sondern Orientierung. Menschen, die begleiten. Erfahrungsräume.

Und die Möglichkeit, KLARHEIT zu erhalten was wirklich ist. BEWUSSTSEIN zu finden wie die Puzzleteile deines Lebens zusammen gehören sowie VERKÖRPERUNG dessen was du verstanden und integrieren kannst.

Ich freue mich darauf, in den kommenden Monaten mehr davon mit dir zu teilen. Denn manches braucht Zeit. Nicht weil es zu langsam wächst. Sondern weil starke Wurzeln entstehen, bevor ein Baum sichtbar wird.

Von Herz zu Herz, deine Birgit Poschacher


DANKE an alle Lebensbegleiter. Egal wer, ihr seit alle ein wichtiges Puzzleteil in dieser Entfaltung.



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